Die wunderbare Welt der Klangschalen

 

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Woher kommen die Klangschalen?

Klangschalen sind hauptsächlich im Himalaya – Gebiet verbreitet, in Tibet, Nepal und Indien. Man kennt und benutzt sie aber auch in anderen Teilen Asiens, in Japan, China, Thailand und auf Bali. Sie ähneln meist Glocken, die von außen angeschlagen werden, können aber auch flach sein oder andere Formen haben. Die Existenz von Klangschalen lässt sich so weit zurückverfolgen, wie Metalle von Menschen verarbeitet werden. Dabei sind diese Schalen nicht in erster Linie als Klanginstrument geschaffen worden. Wahrscheinlich waren die Schalen eine Mischung aus Alltagsgegenstand und Ritualgefäß. Sie dienten auch als Essgeschirr. Darin aufbewahrte oder gekochte Lebensmittel und Wasser reicherten sich mit den Mineralstoffen der Metalle an, aus denen die Gefäße gefertigt wurden. Diese „Nahrungsergänzung“ diente dem Erhalt der Gesundheit. Man ging davon aus, dass jedes enthaltene Metall auch im Universum, in den Planeten, zu finden ist und somit jeder Mensch durch die Nahrungsaufnahme auch die Schwingungen des jeweiligen Planeten aufnimmt. Heute ist eher davon abzuraten, da man nie mit Sicherheit sagen kann, welche Metalle sich aus den Schalen lösen könnten. Inzwischen haben die Schalen infolge des tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels in den Herkunftsländern ihre Bedeutung für den Alltags- und Ritualgebrauch verloren. Mönche benutzen sie heute noch in einigen Gebieten Indiens und Nepals als Essgefäß oder zu Zeremonien. Das Handwerk der Klangschalenherstellung geriet mit den Jahren immer mehr in Vergessenheit. Es gibt nur noch wenig gute alte Klangschalen auf dem Markt.

Die Wirkung der heilsamen Klänge

Obwohl die meisten Klangschalen nicht aus Tibet kommen, werden sie häufig generell als „tibetische Klangschalen“ bezeichnet. Dies ist eher als eine Art Handelsbezeichnung zu verstehen. Wer in den Klang einer Klangschale hinein hört, entdeckt eine Vielfalt von Klängen und Obertönen und kann die Schwingungen auch physisch tatsächlich spüren. Der gesamte Körper wird von den Klängen angesprochen und berührt. Nach östlichen Vorstellungen sind Kosmos und Mensch gleichermaßen aus Klang entstanden. Der Mensch ist demzufolge also ein naher Verwandter des kosmischen Klanges. Dies schafft ein Gefühl des Urvertrauen und der Geborgenheit und ermöglicht so eine intensive Tiefenentspannung. Der Klang der Klangschale bringt durch die vielen verschiedenen Schwingungen und Obertöne auch Bewegung und neue Resonanzen und Schwingungen in unseren Körper. Auf diese Weise kann  die Lebensenergie angeregt und zum Fließen gebracht werden. Klangforscher entdeckten, dass diese Prinzipien schon sehr alt sind und bereits in den 5000 Jahre alten indischen Weisheitslehren, den Veden, erwähnt wurden. Im europäischen Kulturraum ist die Wirkung von Klängen auch seit vielen Jahrhunderten bekannt, wie z.B. das Singen von Gebeten, Heilliedern und Gesängen und das Anwenden von Instrumenten zur Heilung. Mit Klangschalen kann man ähnliche Effekte bewirken, wie sie auch Schamanen mit ihren komplizierten Ritualen und dem Einsatz von Musik erzielen. Der Hörende kommt schnell in einen hypnotischen, tranceähnlichen Zustand und die Bereitschaft zum Loslassen und zur Neuordnung auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene wird geweckt. Klangschalen bieten einen umfangreichen Frequenzbereich an. Die Klienten nehmen sich genau die Frequenzen, die sie für ihren individuellen Heilungsprozess benötigen.

Varianten und Qualität der Klangschalen

Klangschalen sind inzwischen sehr verbreitet und es gibt sie in unzähligen Varianten. Sie werden in allen möglichen Formen, Größen, Gewichten und Tonabstufungen angeboten. Das Gewicht variiert zwischen wenigen Gramm und einigen Kilogramm. Klangschalen zum Hineinstellen können über 15 Kilogramm oder mehr wiegen. Die Metalllegierung kann aus fünf bis zwölf verschiedenen Metallen bestehen, ist meist ein Herstellungsgeheimnis und variiert bei den einzelnen Klangschalenherstellern. Ein Nachweis ist schwer zu erbringen und es ist nicht immer gesagt, dass eine Klangschale mit sehr vielen Metallen besser klingt, als z.B. eine Schale mit fünf Metallen. Auch Klangtherapeuten können oft keinen Unterschied feststellen. Einige Metalle werden von manchen Herstellern auch in homöopathischer Dosis der Legierung zugesetzt. Die Klangschalen sind in der Regel goldfarben, manchmal glänzend und manchmal matt oder sogar schwarz oder braun, oft auch verziert oder lackiert. Es gibt sie flach, als so genannte Assamschalen, mit gerader Seitenwand, in Glockenform als Himalaya-Klangschalen, Bengali-Klangschalen oder Tibet-Klangschalen. Sie haben einen Durchmesser von etwa zehn bis vierzig Zentimetern. Der Klang ist abhängig von Form, Materialzusammensetzung, Stärke und Regelmäßigkeit des Randes. So klingen dickwandige Schalen oft stabiler als dünnwandige. Aus diesem Grund haben auch einige Schalen einen besonders dicken Rand. Auch die gleichmäßige Wandstärke spielt eine Rolle, weil diese eher einen vollen und anhaltenden, harmonischen Ton garantiert. Schwere Schalen halten den Ton meist länger als leichte. Um die Klangschale zum Tönen zu bringen, klopft, schlägt oder reibt man sie. Man kann dies mit den Händen tun oder spezielle Schlägel oder Reibeklöppel verwenden. Auch die Machart des Schlägels, ob hart oder weich, groß oder klein, aus Filz, Gummi, Holz oder Wildleder, beeinflusst den Ton.

 

 

Herstellung der Klangschalen

Durch Klangforscher aus dem Westen, die vor Jahrzehnten nach Asien reisten und dort nur noch in geringem Maße alte Klangschalen vorfanden, wurde das alte Handwerk der Klangschalenherstellung in Nepal und Indien wieder neu belebt. Die Grundlage der Metalllegierung zur Herstellung von Klangschalen ist meist Bronze, eine Metalllegierung aus Kupfer und Zinn. Dazu kommen verschiedene andere Metalle, wie  Blei, Zink, Wismut, Silber. Diese Mischung wird erhitzt, geschmolzen, in eine dicke Scheibe gegossen und noch im warmen Zustand zu einer Klangschale getrieben. Die Schalen werden mehrmals erhitzt, getrieben, geschliffen und zum Schluss poliert. Etwa 35 Arbeitsstunden brauchen vier bis fünf Handwerker  für die Herstellung einer hochwertigen Schale mit einem Gewicht von ungefähr zwei Kilogramm. Die größten Klangschalen wiegen bis zu 20 Kilogramm. Je höher das Gewicht, umso höher der Arbeitsaufwand. Auch klingen nicht alle Schalen gut, so dass auch ein erheblicher Teil wieder eingeschmolzen wird. Inzwischen gibt es viele Hersteller von Klangschalen guter Qualität in allen Teilen Asiens. Sie werden zumeist in Indien und Nepal oder auch in Japan und China hergestellt. Klangschalen werden nicht nur in Handarbeit getrieben, sondern auch gegossen. Es gibt sehr hochwertige gegossene Schalen aber auch Schalen, die mehr als Dekoration dienen. Gegossene Schalen finden oft in der Meditation Anwendung, wie z.B. hochwertige japanische Klangschalen. Im Trend liegen auch Kristallklangschalen aus gepresstem Bergkristall oder anderen Mineralien. Diese sind sehr schön, haben einen sehr hohen Klang, sind aber nicht dafür geeignet, direkt auf dem Körper zu stehen und sind sehr spröde.

Hier ein Video:

 

Klangschalenherstellung

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